Tarifbestimmungen der Nahverkehr Schwerin GmbH

Stand: 1. Februar 2020

1 Geltungsbereich

Gesetzliche Grundlage der Tarifbestimmungen ist das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und die Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen, untersetzt durch die vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommerns genehmigten Besonderen Beförderungsbedingungen der Nahverkehr Schwerin GmbH, u. a. veröffentlicht im aktuellen Fahrplan des Verkehrsunternehmens.

Das Bedienungsgebiet der Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS) umfasst folgende Tarifgebiete:

Stadtnetz
Dazu gehört das gesamte Liniennetz des Verkehrsunternehmens innerhalb der Stadtgrenzen von Schwerin. Für Fahrgäste, die sich innerhalb des Stadtnetzes bewegen, gilt der Fahrtarif für das „Stadtnetz“.

Landkreisnetz
Hierzu zählt das Liniennetz des Verkehrsunternehmens außerhalb der Stadtgrenzen von Schwerin. Das betrifft Teile der Buslinien 6, 8, 12 und 18. Für Fahrgäste, die sich innerhalb des Landkreisnetzes bewegen, gilt der Fahrtarif für das „Stadtnetz“.

Gesamtnetz
Fahrgäste, die vom Stadtnetz ins Landkreisnetz oder umgekehrt fahren, nutzen das Gesamtnetz und überfahren folgende Zahlgrenzen:

6 zwischen Haltestelle Zum Reppin und Haltestelle Raben Steinfeld sowie Haltestelle Raben Steinfeld und Haltestelle Mueß Ausbau
8 zwischen Haltestelle Wickendorf und Haltestelle Seehof
12 zwischen Haltestelle Am Neumühler See und Haltestelle Wittenförden, Dorfeingang sowie Haltestelle Siemensplatz und Haltestelle Wittenförden, Nordring
18 zwischen Haltestelle Stubbenland und Haltestelle Pingelshagen

Für Fahrgäste des Gesamtnetzes gilt der Fahrtarif „Gesamtnetz“.

Beim Überfahren der Zahlgrenze, bedingt durch die Linienführung, ist beim Ausstieg in der Einstiegszone (Stadtnetz oder Landkreisnetz) der Fahrtarif für das „Stadtnetz“ zu entrichten.

2 Fahrausweisverkauf

Der Erwerb von Fahrausweisen im Vorverkauf ist an den unternehmenseigenen Verkaufsstellen, bei den Vertragspartnern, an den stationären Fahrausweisverkaufsautomaten und in der NVS-App möglich. Die Gültigkeit dieser Fahrausweise beginnt mit der Entwertung.

Beim Erwerb der Fahrausweise an den mobilen Fahrausweisverkaufsautomaten in den Fahrzeugen sind diese grundsätzlich entwertet und zum sofortigen Fahrtantritt bestimmt.

Beim Kauf an den stationären Fahrausweisverkaufsautomaten und in der NVS-App hat der Fahrgast die Möglichkeit, alternativ zum nicht entwerteten Fahrausweis (Vorverkauf) einen bereits mit einer Gültigkeit versehenen Fahrausweis zu erwerben.

Die mit einer Entwertung ausgegebenen Fahrausweise gelten grundsätzlich zum sofortigen Fahrtantritt.

Für Fahrausweise, die über unser Abonnement erworben werden, und für das Jobticket gelten besondere Bestimmungen (Punkt 7 – Monatskarten, Jahreskarten und Semestertickets in Abonnement (Abo) – Allgemeines).

2.1 Verkaufsstellen

Personenbediente Verkaufsstellen des Verkehrsunternehmens befinden sich am Marienplatz (gegenüber der Deutschen Bank) und am Platz der Freiheit (im Gebäude der Nahverkehr Schwerin GmbH).

2.2 Fahrausweisverkaufsautomaten

2.2.1 an den Haltestellen

Kliniken, Hauptbahnhof, Marienplatz, Platz der Jugend, Stauffenbergstraße, Dreescher Markt, Berliner Platz, Leibniz-straße, Keplerstraße, Hegelstraße, Rahlstedter Straße, Kieler Straße und Platz der Freiheit (stadt- und landwärts) sowie im Sieben-Seen-Center

Zahlungsmöglichkeiten hier:
mit Banknoten und/oder Münzen ab 5 Eurocent, mit der Girocard ab 8,50 € und PIN-Eingabe, mit der Kreditkarte und kontaktlos.

2.2.2 in allen Omnibussen und Straßenbahnen der Nahverkehr Schwerin GmbH

ACHTUNG: Die hier erworbenen Fahrausweise sind bereits entwertet und für den sofortigen Fahrtantritt bestimmt. Ein Vorverkauf ist nicht möglich.

Zahlungsmöglichkeiten hier:
mit nur einer Banknote und/oder Münzen ab 5 Eurocent, mit der Girocard und PIN-Eingabe, mit der Kreditkarte und kontaktlos.

Diese Banknoten können bei einem Einkaufswert

in Höhe ab 1.00 € 5- oder 10-€ Banknote
  10,00 € 20-€-Banknote
  35,00 € 50-€-Banknote

verwendet werden.

Beispiele:
Kauf Monatskarte zum Preis von 47,00 €
Zahlung mit 50-€-Banknote mit Restgeldrückgabe oder
Zahlung mit 20-€-Banknote + 27,00 € in Münzen

nicht möglich:
2 x 20-€-Banknote + 5-€-Banknote + 2,00 € in Münzen

 

Kauf einer Familientageskarte (24 h) zum Preis von 9,00 €
Zahlung mit 10-€-Banknote mit Restgeldrückgabe oder
Zahlung mit 5-€-Banknote + 4,00 € in Münzen

2.3 Vertragspartner für den Fahrausweisverkauf (Auszug)

Tabakbörse Hanse-Center Güstrower Straße
Tingel-Tangel Dreescher Markt
Einkaufsmarkt REWE Marbaretenhof
PWV Presse Shops GmbH Marienplatzgalerie
Presseshop Rahlstedter Straße (Kiosk)

2.4 Online-Ticket (NVS-App)

Mit der NVS-APP können ausgewählte Fahrausweise bargeldlos über ein mobiles Endgerät (z. B. Smartphone, Tablet) erworben werden. Dabei stehen dem Kunden Fahrkarten zum sofortigen Fahrtantritt (bereits entwertet) und zum späteren Fahrtantritt zur Verfügung (siehe Punkt 3.2.8 Online-Ticket (NVS-App)).

3 Fahrausweissortiment

3.1 Übersicht - Fahrausweisarten und Fahrtarife

  Stadtnetz/
Landkreisnetz
Gesamtnetz
Einzelfahrausweise    
Einzelfahrkarte 2,00 € 3,00 €
Kinderfahrkarte 1,00 € 2,00 €
Kurzstrecke 1,70 € 1,70 €
Tageskarte (24 h) 4,00 € 8,00 €
Kindertageskarte (24 h) 2,00 € 4,00 €
Familientageskarte (24 h) 9,00 € 13,00 €
     
Zeitfahrausweise    
Wochenkarte 15,00 € 23,00 €
Wochenkarte ermäßigt 11,00 € 16,00 €
Monatskarte 47,00 € 70,00 €
Monatskarte ermäßigt 35,00 € 53,00 €
Monatskarte Schüler Freizeit 10,00 € ------
Petermännchenkarte 36,00 € 55,00 €
Mobilticket 66,00 € 90,00 €
Jobticket (nicht im freien Verkauf) 365,00 € 555,00 €
     
Mitnahme Fahrrad/Hund/E-Roller    
Kinderfahrkarte 1,00 € 2,00 €
Kindertageskarte (24 h) 2,00 € 4,00 €
Wochenkarte ermäßigt 11,00 € 16,00 €
Monatskarte ermäßigt 35,00 € 53,00 €
     
Fahrausweise im Abonnement    
Monatskarte 43,08 € 64,17 €
Monatskarte Plus * 48,08 € 74,17 €
Monatskarte ermäßigt 32,08 € 48,58 €
Monatskarte ermäßigt Plus * 37,08 € 58,58 €
Petermännchenkarte 33,00 € 50,42 €
Petermännchenkarte Plus * 38,00 € 60,42 €
Semesterticket 140,00 € 220,00 €
Jahreskarte 470,00 € 700,00 €
Jahreskarte Plus * 520,00 € 800,00 €
Jahreskarte ermäßigt 350,00 € 530,00 €
Jahreskarte ermäßigt Plus * 400,00 € 630,00 €
Petermännchen Jahreskarte 360,00 € 550,00 €
Petermännchen Jahreskarte Plus * 410,00 € 650,00 €

* „Plus-Fahrausweis“ berechtigt zur Mitnahme eines Fahrrades oder eines Hundes oder eines E-Rollers. Zu den Mitnahmebedingungen siehe Punkt 5 (Mitnahme Hund/Fahrrad/E-Roller) der Tarife und Tarifbestimmungen der Nahverkehr Schwerin GmbH.

3.2 Geltungsdauer und Geltungsbereich der Fahrausweise

ACHTUNG: Die in allen Straßenbahnen und Bussen erworbenen Fahrausweise sind bereits entwertet und für den sofortigen Fahrtantritt bestimmt.

3.2.1 Einzelfahrkarte

Einzelfahrkarten berechtigen innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes zu einer Fahrtdauer von 45 Minuten ab Entwertung. Einzelfahrkarten für das Gesamtnetz gelten 60 Minuten ab Entwertung. Dabei darf der Fahrgast innerhalb der Geltungsdauer auf ein anderes Verkehrsmittel des Verkehrsunternehmens umsteigen. Die Umsteigezeit zählt zur Fahrtdauer. Ist das Zeitlimit während der Fahrt abgelaufen, muss erneut eine Fahrkarte entwertet werden. Fahrzeugverspätungen werden nicht dem Fahrgast angelastet. In diesen Fällen ist die Fahrtzeit laut Fahrplan ausschlaggebend.

Zur Nutzung von Kinderfahrkarten sind Kinder zwischen 7 bis einschließlich 14 Jahre berechtigt. Kinder bis 6 Jahre werden kostenfrei befördert.

Bei Erwerb von Einzelfahrkarten über unsere NVS-App gelten abweichende Regelungen zur Geltungsdauer (siehe Punkt 3.2.8 Online-Ticket (NVS-App)).

3.2.2 Kurzstrecke

Der Fahrausweis Kurzstrecke kann an allen Fahrausweisverkaufs-automaten erworben werden, ist zum unmittelbaren Fahrtantritt zu nutzen und gilt laut Fahrplan für 3 aufeinanderfolgende Haltestellenabschnitte im gesamten Streckennetz des Verkehrsunternehmens. Eine Entwertung ist nicht erforderlich.

Es besteht keine Umsteigeberechtigung. Ein Vorverkauf ist nicht möglich.

Beispiele:

  • Kauf/Einstieg Hst. Platz der Jugend - mögliche Fahrt bis Hst. Hauptbahnhof bzw. Blumenbrink (Straba oder Bus)
  • Kauf/Einstieg Hst. Berliner Platz - mögliche Fahrt bis Hst. Keplerstraße bzw. Hst. Stauffenbergstraße (Straba)
  • Kauf/Einstieg Hst. Lankow Siedlung - mögliche Fahrt bis Hst. Kieler Straße (Straba) bzw. Hst. Ziegelhof (Bus)
  • Kauf/Einstieg Hst. Hegelstraße - mögliche Fahrt bis Hst. Magdeburger Straße (Bus)

3.2.3 Tageskarte (24 h)

Die Tageskarte (24 h) gilt vom Zeitpunkt der Entwertung 24 Stunden. Sie berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.

Zur Nutzung der Kindertageskarte (24 h) sind Kinder zwischen 7 bis einschließlich 14 Jahre berechtigt.

3.2.4 Familienkarte (24 h)

Die Familientageskarte (24 h) gilt vom Zeitpunkt der Entwertung 24 Stunden und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.

Sie kann von zwei Erwachsenen und bis zu drei Kindern bis einschließlich 14 Jahre genutzt werden.

3.2.5 Wochenkarte

Die Wochenkarte ist eine personengebundene Zeitkarte und berechtigt ab Entwertung zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Die Wochenkarte ist vor dem erstmaligen Benutzen vom Inhaber mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) auszufüllen (Name, Vorname, Anschrift). Eigenmächtige Änderungen sind nicht zulässig. Bei Kontrollen ist die Wochenkarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

Die Geltungsdauer der Wochenkarte beginnt mit dem Tag der Entwertung (1. Tag) und endet mit dem Ablauf des 7. Tages um 24:00 Uhr.

Ein Beispiel: Wochenkarte mit Datumsaufdruck der Entwertung 07.02.2020
das bedeutet: gültig ab 07.02.2020 (Freitag) gültig bis 13.02.2020, 24:00 Uhr (Donnerstag)

Zur Nutzung der Wochenkarte ermäßigt ist der unter Punkt 4 (Berechtigter Personenkreis zur Nutzung von ermäßigten Zeitkarten) genannte Personenkreis berechtigt.

Bei Kontrollen ist die Zeitkarte zusammen mit einem Schüler-ausweis, Lehrlingsausweis, Studentenausweis bzw. Berechtigungsausweis des Verkehrsunternehmens, versehen mit dem aktuellen Nachweis des Schul-/Ausbildungsjahres bzw. Semesters, vorzulegen. Fehlt auf diesen Originaldokumenten ein Lichtbild, ist zusätzlich eine Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen. Bescheinigungen von Bildungsträgern haben keine Gültigkeit.

Der Nachweis des Schuljahres ist bei schulpflichtigen Personen bis einschließlich 14 Jahre nicht erforderlich.

3.2.6 Monatskarten - Allgemein

Das Verkehrsunternehmen bietet die Monatskarte, die Monatskarte ermäßigt, die Monatskarte Schüler Freizeit und die Petermännchenkarte als personengebundene Zeitkarten an. Vor dem erstmaligen Benutzen ist die Zeitkarte vom Inhaber mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) auszufüllen (Name, Vorname, Anschrift). Eigenmächtige Änderungen sind nicht zulässig.

Diese Zeitkarten berechtigen ab Entwertung zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.

Beginnt die Gültigkeitsdauer am ersten Tag des Kalendermonats, erlischt sie mit Ablauf des letzten Tages dieses Monats. Beginnt sie an einem anderen Tag, erlischt sie mit Ablauf des Tages des Nachmonats, der in der Zahl dem ersten Tag der Geltungsdauer vorangeht.

Ein Beispiel: Monatskarte mit Datumsaufdruck der Entwertung 07.02.2020
das bedeutet: gültig ab 07.02.2020 gültig bis 06.03.2020, 24:00 Uhr

Bei den am 29., 30. und 31. Januar entwerteten Monatskarten erlischt die Geltungsdauer mit Ablauf des letzten Tages des Monats Februar.

An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber der Monatskarte (außer ermäßigte Monatskarte und Monatskarte Schüler Freizeit) seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis einschließlich 14 Jahre unentgeltlich mitnehmen.

Bei Kontrollen ist die Monatskarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

3.2.6.1 Monatskarte ermäßigt

Zur Nutzung der Monatskarte ermäßigt ist der unter Punkt 4 (Berechtigter Personenkreis zur Nutzung von ermäßigten Zeitkarten) genannte Personenkreis berechtigt.

Bei Kontrollen ist die Zeitkarte zusammen mit einem Schülerausweis, Lehrlingsausweis, Studentenausweis bzw. Berechtigungsausweis des Verkehrsunternehmens, versehen mit dem aktuellen Nachweis des Schul-/Ausbildungsjahres bzw. Semesters, vorzulegen. Fehlt auf diesen Originaldokumenten ein Lichtbild, ist zusätzlich eine Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen. Bescheinigungen von Bildungsträgern haben keine Gültigkeit.

Der Nachweis des Schuljahres ist bei schulpflichtigen Personen bis einschließlich 14 Jahre nicht erforderlich.

Die Mitnahmeberechtigung an Wochenenden und Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern gilt für die Monatskarte ermäßigt nicht. Im Übrigen gelten die Bestimmungen zu Punkt 3.2.6 (Monatskarten – Allgemeines).

3.2.6.2 Monatskarte Schüler Freizeit

Die Monatskarte Schüler Freizeit ist ein Sondertarif im Stadtnetz und gilt nur in Verbindung mit dem von der Landeshauptstadt Schwerin ausgestellten Sonderfahrausweis gemäß § 113 SchulG M-V und dem gültigen Schülerausweis bzw. Berechtigungsausweis des Verkehrsunternehmens. Im Übrigen gelten die Bestimmungen zu Punkt 3.2.6.1 (Monatskarte ermäßigt).

3.2.6.3 Petermännchenkarte

Inhaber einer Petermännchenkarte sind montags bis freitags in der Zeit von 05:00 Uhr bis 09:00 Uhr von der Beförderung ausgeschlossen. An Wochenfeiertagen in Mecklenburg-Vorpommern gilt diese Regelung nicht. Bei Kontrollen ist die Petermännchenkarte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen zu Punkt 3.2.6 (Monatskarten – Allgemeines).

3.2.7 Mobilticket

Das Mobilticket ist eine übertragbare Monatskarte und damit nicht personengebunden. Der Verkauf erfolgt nur über die personenbedienten Verkaufsstellen am Marienplatz und Platz der Freiheit. Das Mobilticket gilt für eine Person, muss vom Nutzer mitgeführt werden und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens. Eine Rückerstattung von Fahrgeld gemäß § 10 (3) der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen erfolgt erst mit dem Tag der Rückgabe oder des Datums des Poststempels. Ein früherer Zeitpunkt wird auf Grund der Möglichkeit der Übertragung des Mobiltickets auf andere Personen ausgeschlossen.

Eine Reduzierung des erhöhten Beförderungsentgeltes gemäß § 9 (3) der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen von 60,00 € auf 7,00 € ist bei nachträglicher Vorlage des Mobiltickets auf Grund der Übertragbarkeit nicht möglich.

Im Übrigen gelten die Bestimmungen zu Punkt 3.2.6 (Monatskarten – Allgemeines).

3.2.8 Online-Ticket (NVS-App)

Das Online-Ticket (Bereitstellung über die NVS-App) ist vor Betreten des Fahrzeugs zu erwerben und die bereits zum späteren Fahrtantritt erworbenen Tickets zu entwerten. Bei über die NVS-App erworbenen Einzel- und Kinderfahrkarten verlängert sich die Fahrtdauer um 5 Minuten.

Vor dem Betreten des Fahrzeugs hat sich der Nutzer vom Empfang des gültigen Tickets zu überzeugen. Die nach Fahrtantritt über die NVS-App erworbenen Online-Tickets werden nicht anerkannt. Gemäß der jeweils geltenden Beförderungsbedingungen und Tarifbestimmungen wird in diesen Fällen vom Nutzer ein erhöhtes Beförderungsentgelt erhoben.

Im Übrigen gelten die Allgemeinem Geschäftsbedingungen für den Kauf von mobilen Tickets über die NVS-App (siehe II Allgemeine Geschäftsbedingungen beim mobilen Online-Vertrieb von Tickets der Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS-App)).

4 Berechtigter Personenkreis zur Benutzung von ermäßigten Zeitkarten

1. schulpflichtige Personen bis einschließlich 14 Jahre;

2. ab 15 Jahre;
a) Schüler und Studenten öffentlicher, staatlich genehmigter oder staatlich anerkannter privater, - allgemeinbildender Schulen, - berufsbildender Schulen, - Einrichtungen des zweiten Bildungsweges, - Hochschulen, Akademien, mit Ausnahmen der Verwaltungsakademien, Volkshochschulen und Landvolkshochschulen;
b) Personen, die private Schulen oder sonstige Bildungseinrichtungen, die nicht unter Buchstabe a) fallen, besuchen, sofern sie auf Grund des Besuches dieser Schulen oder Bildungseinrichtungen von der Berufsschulpflicht befreit sind oder sofern der Besuch dieser Schulen und sonstigen privaten Bildungseinrichtungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz förderungsfähig ist;
c) Personen, die an einer Volkshochschule oder einer anderen Einrichtung der Weiterbildung Kurse zum nachträglichen Erwerb des Hauptschul- oder Realschulabschlusses besuchen;
d) Personen, die in einem Berufsausbildungsverhältnis im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder in einem anderen Vertragsverhältnis im Sinne des § 26 des Berufsbildungsgesetzes stehen sowie Personen, die in einer Einrichtung außerhalb der betrieblichen Berufsausbildung im Sinne des § 43 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes, § 36 Abs. 2 der Handwerksordnung, ausgebildet werden;
e) Personen, die einen staatlich anerkannten Berufsvorbereitungslehrgang besuchen;
f) Praktikanten und Volontäre, sofern die Ableistung eines Praktikums oder Volontariats vor, während oder im Anschluss an eine staatlich geregelte Ausbildung oder ein Studium an einer Hochschule nach den für Ausbildung und Studium geltenden Bestimmungen vorgesehen ist;
g) Beamtenanwärter des einfachen und mittleren Dienstes sowie Praktikanten und Personen, die durch den Besuch eines Verwaltungslehrganges die Qualifikation für die Zulassung als Beamtenanwärter des einfachen oder mittleren Dienstes erst erwerben müssen, sofern sie keinen Fahrtkostenersatz von der Verwaltung erhalten;
h) Teilnehmer an einem freiwilligen sozialen Jahr oder vergleichbaren sozialen Diensten (z. B. Bundesfreiwilligendienst);

3. Kinder im Vorschulalter ab 7 Jahre

5 Mitnahme Hund/Fahrrad/E-Roller

Für die Beförderung von Hunden, Fahrrädern (einsitziges Zweirad) und E-Rollern ist ein Fahrausweis zum ermäßigten Grundtarif (Kinderfahrkarte, Kindertageskarte (24 h), Wochenkarte ermäßigt, oder Monatskarte ermäßigt) für das Stadtnetz oder das Landkreisnetz bzw. das Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens zu nutzen.

Ein Anspruch auf Beförderung besteht nur im Rahmen der Beförderungsbedingungen und Kapazitäten.

Die Fahrausweise im Abonnement, die zu einer Mitnahme berechtigen, sind mit der Bezeichnung „Plus“ versehen.

Der Fahrausweis (auch im Abonnement) hat nur Gültigkeit für einen Hund oder ein Fahrrad oder einen E-Roller, nicht für die Begleit- bzw. Transportperson selbst. Die Mitnahmeberechtigung für Monatskarten an Wochenenden und Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern wird für Hunde, Fahrräder und E-Roller ausgeschlossen. Die Gültigkeit des gewählten Fahrausweises beginnt mit dem Zeitpunkt der Entwertung. Die Geltungsdauer ist unter Punkt 3.2 (Geltungsdauer und Geltungsbereich der Fahrausweise) geregelt.

Die Zeitfahrausweise (außer im Abonnement), die zur Beförderung von Hunden, Fahrrädern oder E- Rollern genutzt werden, sind vor dem erstmaligen Benutzen vom Inhaber mit der persönlichen Anschrift mit einem dokumentsicheren Stift (z. B. Kugelschreiber, Füllfederhalter) zu versehen. Eigenmächtige Änderungen sind nicht zulässig.

Die Unterbringung des Fahrrades/E-Rollers erfolgt auf dem Platz, der für die Rollstuhl- und Kinderwagenbeförderung vorgesehen ist. Das Fahrrad/der E-Roller ist entsprechend zu sichern. Bei Auslastung dieses Platzes haben Rollstühle und Kinderwagen Vorrang.

Hunde werden nur unter Aufsicht einer hierzu geeigneten Person befördert. Hunde, die Mitreisende gefährden können, müssen einen Maulkorb tragen. Es besteht für alle Hunde Leinenpflicht. Die Hunde sind kurz an der Leine zu führen.

6 Unentgeltliche Beförderung

Das Verkehrsunternehmen befördert unentgeltlich:

  • Kinder bis einschließlich 6 Jahre sowie ein evtl. mitgeführtes Kinderfahrrad;
  • Schwerbehinderte, die nach dem Sozialgesetzbuch – Neuntes Buch (SGB IX) - das Recht auf unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr in Anspruch nehmen können. Zum Nachweis der Berechtigung müssen der Schwerbehindertenausweis und das Beiblatt mit gültiger Wertmarke des Versorgungsamtes vorgelegt werden.
  • Begleiter von Schwerbehinderten und/oder Begleithunde, wenn die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson (Merkzeichen „B“) aus dem Schwerbehindertenausweis hervorgeht;
  • Kinderwagen, Handgepäck;
  • Fahrräder, Roller und E-Roller bis 15 kg im zusammengeklappten Zustand sowie Einräder; ein Anspruch auf Beförderung besteht nur im Rahmen der Beförderungsbedingungen und Kapazitäten;
  • Kleinsttiere (darunter Hunde kleiner Rassen), die ab Betreten des Fahrzeuges in geeigneten Behältern gehalten werden;
  • dabei muss das Behältnis in seiner Form und Größe zur Unterbringung geeignet sein. Sonstige Kleinsttiere (Katzen, Meerschweinchen usw. dürfen nur in geeigneten Behältnissen mitgenommen werden. Im Interesse aller Fahrgäste dürfen Tiere nicht auf Sitzplätzen untergebracht werden;
  • Krankenfahrstühle, orthopädische Hilfsmittel, Führhunde oder Behindertenbegleithunde;
  • Elektro-Scooter (nur mit Signet des Bundesministeriums oder der Nahverkehr Schwerin GmbH) entsprechend den Anforderungen des bundeseinheitlichen Erlasses vom 15. März 2017, wenn der Nutzer eine amtlich anerkannte Gehbehinderung besitzt (Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen „G“);
  • bei gemeinsamen Fahrten von Kindergartengruppen alle Kinder, auch wenn einzelne Kinder bereits älter als 7 Jahre sind. Diese Freifahrtregelung gilt nicht für Begleitpersonen.

7 Monatskarten, Jahreskarten und Semestertickets im Abonnement (Abo) - Allgemeines

Das Verkehrsunternehmen bietet Monatskarten und Jahreskarten und diese jeweils auch als ermäßigte Fahrkarte sowie die Petermännchenkarte und das Semesterticket für das Stadtnetz oder das Landkreisnetz bzw. das Gesamtnetz im Abonnement an. Des Weiteren werden nur im Abonnement die o. g. Zeitkarten (außer Semesterticket) auch als „Plus“ Karten angeboten, welche zur Mitnahme von Fahrrad, Hund oder E-Roller berechtigen (siehe Punkt 5 Mitnahme Hund/Fahrrad/E-Roller).

Die Abo-Karten sind personenbezogene Zeitkarten und berechtigen zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.

Die Gültigkeit der Monatskarten beginnt mit dem Monatsersten und endet mit dem Monatsletzten. Die Gültigkeit der Jahreskarte beginnt mit dem Monatsersten und endet nach 12 Monaten zum Monatsletzten.

Die erworbene Abo-Karte ist bei der Zustellung mit dem Gültigkeitsmonat/-jahr und mit den Daten des Abo-Karteninhabers (Name, Vorname, Anschrift) versehen.

An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber einer Abo-Karte (außer Abo-Monatskarte ermäßigt, Abo-Monatskarte ermäßigt Plus, Semesterticket) seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis einschließlich 14 Jahre unentgeltlich mitnehmen.

Bei Kontrollen ist die Abo-Karte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

7.1 Bedingungen zum Erwerb und zur Nutzung von Fahrausweisen im Abonnement

Der Vertrag kommt mit dem Eingang des ordnungsgemäß ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformulars zustande. Der Antrag ist in unseren Verkaufsstellen oder auf unserer Internetseite [www.nahverkehr-schwerin.de] erhältlich. Der Abo-Antrag kann in den unternehmenseigenen Verkaufsstellen abgegeben, per Post oder per E-Mail zugesandt werden. Die Vertragslaufzeit beginnt, bei einem Antragseingang bis spätestens zum 10. eines Monats, am 1. des Folgemonats.

Der Einzug des Beförderungsentgeltes per SEPA-Lastschriftauftrag erfolgt jeweils ab dem 11. des Monats vor Beginn der Gültigkeit der Abo-Karte. Nach erfolgter Abbuchung wird die Abo-Karte per Post zugestellt. Für entstehende Kosten (z. B. Rückbuchung/Rücklastschrift) kommt der Abonnent auf.

Erhält ein Abonnent die Abo-Karte nicht bis zum 28. des vor dem Beginn des Abo-Zeitraumes vorausgehenden Monats, so hat der Abonnent dies unverzüglich dem Verkehrsunternehmen mitzuteilen. Beanstandungen bezüglich der Ausfertigung der Abo-Karte sind nach Erhalt durch den Abonnenten dem Verkehrsunternehmen zu melden.

Der Vertrag verlängert sich automatisch bis er gekündigt wird.

7.2 Tarifänderung

Bei Fahrtarifänderungen wird bei der Monatskarte der monatliche Einzugsbetrag ab dem Änderungszeitpunkt entsprechend angepasst.

Von Tarifänderungen innerhalb der Geltungsdauer der Jahreskarte/Semesterticket bleiben diese unberührt.

7.3 Änderungen

Änderungen der persönlichen Daten sind dem Verkehrsunternehmen unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Eigenmächtige Änderungen auf der Abo-Karte sind nicht zulässig. Bei Änderung der Bankverbindung ist der Änderungsmitteilung eine neue vom Kontoinhaber unterzeichnete Einzugsermächtigung beizufügenn.

7.4 Verlust

Bei Verlust der Abo-Karte erhält der Abonnent Ersatz.

7.5 Abo-Monatskarten/-Jahreskarten ermäßigt (Plus)

Zur Nutzung der Abo-Monatskarten/-Jahreskarten ermäßigt (Plus) ist der unter Punkt 4 (Berechtigter Personenkreis zur Nutzung von ermäßigten Zeitkarten) der Tarifbestimmungen genannte Personenkreis berechtigt. Bei Kontrollen ist die Zeitkarte zusammen mit einem Schülerausweis, Lehrlingsausweis, Studentenausweis bzw. Berechtigungsausweis des Verkehrsunternehmens, versehen mit dem aktuellen Nachweis des Schul-/Ausbildungsjahres bzw. Semesters, vorzulegen. Fehlt auf diesen Originaldokumenten ein Lichtbild, ist zusätzlich eine Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen. Bescheinigungen von Bildungsträgern haben keine Gültigkeit. Der Nachweis des Schuljahres ist bei schulpflichtigen Personen bis einschließlich 14 Jahre nicht erforderlich. Die Mitnahmeberechtigung an Wochenenden und Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern gilt für die ermäßigte Abo-Karte nicht.

7.6 Abo-Petermännchenkarte (Plus)/-Jahreskarte (Plus)

Inhaber der Abo-Petermännchenkarte/-jahreskarte (Plus) sind montags bis freitags in der Zeit von 05:00 Uhr bis 09:00 Uhr von der Beförderung ausgeschlossen. An Wochenfeiertagen in Mecklenburg-Vorpommern gilt diese Regelung nicht. Bei Kontrollen ist die Karte zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

7.7 Beendigung und Änderung des Vertrages

Das Abonnement kann monatlich gekündigt werden (ordentliche Kündigung). Die Kündigung muss spätestens am 10. des Vormonats zum beabsichtigten Abo-Ende schriftlich im Verkehrsunternehmen vorliegen. Der Wechsel von einem Abo-Sortiment in ein anderes ist möglich. Der beabsichtigte Sortimentswechsel muss spätestens bis zum 10. des Vormonats zum beabsichtigten Wechsel dem Unternehmen schriftlich angezeigt werden.

Eine zeitweilige Unterbrechung des Abonnements ist nicht gestattet. Sie kommt einer Kündigung gleich.

Kommt es zu einer wiederholten Rücklastschrift (mindestens zweimal; SEPA-Lastschrifteinzug wird durch das Kreditinstitut des Abonnenten zurückgewiesen), wird das Abonnement von Seiten des Verkehrsunternehmens gekündigt und der Versand der Abo-Karten eingestellt. Die entstandenen Kosten sind dem Verkehrsunternehmen zu erstatten.

Erfolgt eine Kündigung einer Monats- oder Jahreskarte vor Ablauf von 11 Monaten, werden für den genutzten Zeitraum die Differenz zwischen dem Monatsabonnementspreis und dem Preis einer entsprechenden Monatskarte ohne Abonnement der gleichen Preisstufe zzgl. einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,00 € berechnet.

Diese Regelung tritt außer Kraft, wenn persönliche Gründe (nachweislich) die Beendigung rechtfertigen, wie

  • Verzug aus dem Bedienungsgebiet des Verkehrsunternehmens,
  • langwierige Erkrankung,
  • Tod.

Jahreskarten sind bei vorzeitiger Kündigung dem Verkehrsunternehmen innerhalb einer Woche nach Ende des Kalendermonats, zu dem sie gekündigt wurden, per Einschreiben zurückzusenden oder in einer unserer Verkaufsstellen gegen Quittung zurückzugegeben. Für die Rückerstattung von Beförderungsentgelten gilt als Berechnungszeitraum immer der Kalendermonat. Eine Rückerstattung für nicht abgegebene bzw. verspätet vorgelegte Jahreskarten ist für den betreffenden Monat ausgeschlossen.

Die Regelung zur Nachberechnung gilt nicht, wenn der Kunde mindestens 1 Jahr ununterbrochen am Abonnement teilgenommen hat.

8 Semesterticket

Das Semesterticket ist eine persönliche (nicht übertragbare) 6- Monatskarte für Studierende an Hochschulen und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.

Das Semesterticket kann zum Ersten eines jeden Monats erworben werden.

Das Semesterticket ausschließlich im Abonnement erhältlich und kann nach 6 Monaten gekündigt werden.

Vorzeitige Kündigungen sind ausgeschlossen. Ein Wechsel in ein anderes Abo-Segment ist innerhalb der 6 Monate nicht möglich.

Im Übrigen gelten die Bestimmungen zu Punkt 7 (Monatskarten, Jahreskarten und Semestertickets im Abonnement – Allgemeines).

Das Semester-Ticket ist nur in Verbindung mit dem Studierendenausweis bzw. bei Erstsemestern mit der Immatrikulationsbescheinigung (in Papierform oder elektronisch) und mit einer Original-Lichtbild-Legitimation gültig. Die Gültigkeit erlischt automatisch mit dem Zeitpunkt der Exmatrikulation.

Bei Verlust oder Zerstörung des Semestertickets erhält der Studierende Ersatz.

Inhaber des Semestertickets sind berechtigt, ein Fahrrad und drei im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis einschließlich 14 Jahre unentgeltlich mitnehmen.

9 Jobticket

Das Jobticket erhält der Fahrgast von seiner Firma, Institution oder Einrichtung, die mit dem Verkehrsunternehmen einen Vertrag zur Nutzung des Jobtickets abgeschlossen hat.

9.1 Teilnahmevoraussetzung

Der Vertragspartner agiert als Vertreter des Verkehrsunternehmens und wickelt den Jobticketverkauf in deren Namen und für deren Rechnung ab.

9.2 Bestimmungen zum Jobticket

Das Jobticket ist eine personengebundene Jahreskarte (beginnend immer am Monatsersten) und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten innerhalb des Stadtnetzes oder innerhalb des Landkreisnetzes bzw. im Gesamtnetz des Verkehrsunternehmens.

An Wochenenden (Samstag, 00:00 Uhr bis Sonntag, 24:00 Uhr) und an Feiertagen in Mecklenburg-Vorpommern kann der Inhaber des Jobtickets seinen Ehepartner oder seinen Partner aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft und alle im Haushalt des Karteninhabers lebenden Kinder bis einschließlich 14 Jahre unentgeltlich mitnehmen.

Bei Kontrollen ist das Jobticket zusammen mit einer Original-Lichtbild-Legitimation vorzulegen.

9.3 Ausgabe der Jobtickets

Die Ausgabe der Jobtickets erfolgt durch das Verkehrsunternehmen an den Vertragspartner. Die Weitergabe an die Nutzer obliegt dem Vertragspartner. Die Jobtickets dürfen nur an Mitarbeiter des eigenen Unternehmens ausgegeben werden. Bei Verlust der Jobtickest erhält der Mitarbeiter Ersatz.

9.4 Fahrpreise

Der Preis des Jobtickets entspricht dem bei Vertragsabschluss gültigen Tarif des Verkehrsunternehmens. Im Fahrpreis ist die gültige Mehrwertsteuer enthalten. Die Bezahlung des Jobtickets durch den Vertragspartner erfolgt als einmalige Zahlung des Gesamtfahrpreises vor Vertragsbeginn entsprechend des vereinbarten Vertragszeitraumes.

Die Vergütung ist von einer Änderung der Beförderungstarife innerhalb der Laufzeit des Vertrages/Vertragsverlängerung nicht betroffen.

Für die Rückerstattung von Beförderungsentgelt gilt als Berechnungszeitraum immer der Kalendermonat. Ausfallzeiten, wie z. B. Dienstreisen, Urlaub und Krankheit sind im Preis des Jobtickets berücksichtigt.

9.5 Vertragsdauer

Der Vertrag über das Jobticket beginnt zum Monatsersten und wird über einen Zeitraum von 12 Monaten abgeschlossen. Er verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sollte er nicht von einem der Vertragsparteien bis zum Ablauf von zwei Monaten vor Ablauf dieser Frist gekündigt werden.

9.6 Außerordentliche Kündigung

Die Vereinbarung kann aus einem wichtigen Grund von jedem Vertragspartner ohne Einhaltung von Fristen gekündigt werden. Als wichtiger Grund gilt insbesondere ein Zahlungsverzug des vereinbarten Beförderungsentgeltes gemäß Punkt 9.4. (Fahrpreise), nach erfolgloser Abmahnung und Nachfristsetzung sowie eine missbräuchliche Verwendung der ausgegebenen Jobtickets oder der verwendeten Dienstausweise.

Im Falle einer Kündigung während der Vertragslaufzeit sind die nicht mehr benötigten Jobtickets innerhalb einer Woche nach Ende des Kalendermonats, zu dem sie gekündigt wurden, per Einschreiben zurückzusenden oder in unseren Verkaufsstellen gegen Quittung zurückzugegeben. Bei Kündigungen zum Ende der Vertragslaufzeit entfällt die Rückgabe der Jobtickets.

Eine Rückerstattung für nicht bzw. verspätet abgegebene Jobtickets ist ausgeschlossen.

Zur Ermittlung des Rückerstattungsbetrages wird der Differenzbetrag zwischen den bereits genutzten Monaten und dem Monatskartengrundtarif nacherhoben und eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,00 € je Karte berechnet, welche vom Rückerstattungsbetrag in Abzug gebracht wird.

9.7 Ausscheiden einzelner Mitarbeiter

Scheidet ein Mitarbeiter des Vertragspartners aus dem Vertrag aus, so wird dessen Jobticket ungültig. Der Vertragspartner zieht das Jobticket ein.

Das nicht mehr benötigte Jobticket ist innerhalb einer Woche nach Ende des Kalendermonats, zu dem sie gekündigt wurden, per Einschreiben zurückzusenden oder in unseren Verkaufsstellen gegen Quittung zurückzugegeben. Bei Kündigungen zum Ende der Laufzeit entfällt die Rückgabe der Jobtickets.

Beim Ausscheiden einzelner Nutzer aus dem Jobticket-Vertrag vor Ablauf des Vertrages wird für die bereits genutzten Monate der Differenzbetrag zwischen Jobticket und Monatskartengrundtarif nacherhoben und eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,00 € je Karte berechnet.

Diese Regelung tritt außer Kraft, wenn persönliche Verhältnisse die Beendigung rechtfertigen, wie

  • Ausscheiden aus der Firma,
  • Verzug aus dem Bedienungsgebiet des Verkehrsunternehmens,
  • langwierige Erkrankung und Tod.


9.8 Prüfungen

Die Nahverkehr Schwerin GmbH nimmt die Prüfung über die Einhaltung der Nutzungsbedingungen beim Vertragspartner unregelmäßig und unvermutet vor.

9.9 Sondervereinbarungen mit größeren Unternehmen und Organisationen

Mit Unternehmen und Organisationen, die im Tarifgebiet des Verkehrsunternehmens mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen, können vom Regeltarif abweichenden Einzelvereinbarungen getroffen werden, wonach jedem Mitarbeitenden eine an das Arbeits-Dienstverhältnis gebundene nicht übertragbare Legitimation die Nutzung der Jobticketleistungen der NVS gegen einen kalkulatorisch ermittelten pauschalen Gelbbetrag angeboten werden kann.

9.10 Einzelheiten der Abwicklung

Die Einzelheiten der Abwicklung des Jobticket-Vertrages werden auf der Grundlage der Bestimmungen des Nahverkehrstarifes in einem Vertrag zwischen dem jeweiligen Vertragspartner und der Nahverkehr Schwerin GmbH geregelt.

10 Dauerparkausweise

Für Besitzer einer gültigen Monats- oder Jahreskarte im Abonnement nach Punkt 7 (Monatskarten, Jahreskarten und Semestertickets im Abonnement (Abo) - Allgemeines) ist es für die von der Nahverkehr Schwerin GmbH bewirtschafteten Parkplätze

  • - Am Jägerweg,
  • - Am Stadthafen,
  • - Am Hauptbahnhof und
  • - Altstadt

möglich, eine Parkkarte als Dauerparkkunde zu einem monatlichen Vorzugspreis von 40,00 € zu erwerben (nach freier Kapazität).

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in der Zeit von 18:00 Uhr bis 08:00 Uhr eine Dauerparkkarte für einen Nachtparkplatz zu einem Preis von 20,00 € monatlich zu erwerben.

Bei Kündigung des Monats- oder Jahresabonnements wird ab dem Monat nach Beendigung des Abonnements die Dauerparkgebühr in voller Höhe berechnet.

Die Anträge für Dauerparkplätze und die Geschäftsbedingungen dazu sind auf der Homepage des Verkehrsunternehmens unter [www.nahverkehr-schwerin.de/parken/dauerparken.html] veröffentlicht.

11 Ungültige Fahrausweise

Fahrausweise, die entgegen der Vorschriften der Beförderungsbedingungen oder des Beförderungstarifs benutzt werden, sind ungültig und werden eingezogen; dies gilt auch für Fahrausweise, die

  1. nicht vorschriftsmäßig ausgefüllt sind und trotz Aufforderung nicht sofort ausgefüllt werden,
  2. nicht mit aufgeklebter Wertmarke versehen sind,
  3. zerrissen, zerschnitten oder sonst stark beschädigt, stark beschmutzt oder unleserlich sind, so dass sie nicht mehr geprüft werden können,
  4. eigenmächtig geändert werden,
  5. von Nichtberechtigten benutzt werden,
  6. zu anderen als den zulässigen Fahrten benutzt werden,
  7. wegen Zeitablaufs oder aus anderen Gründen verfallen sind,
  8. ohne das erforderliche Lichtbild benutzt werden.

Fahrgeld wird nicht erstattet.

Ein Fahrausweis, der nur in Verbindung mit einem Antrag oder einem im Beförderungstarif vorgesehenen Personenausweis zur Beförderung berechtigt, gilt als ungültig und kann eingezogen werden, wenn der Antrag oder Personenausweis auf Verlangen nicht vorgezeigt wird.

12 Erhöhtes Beförderungsentgelt

Die Zahlung des erhöhten Beförderungsentgelts ist in § 9 der Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen (VO über die AllgBefBed) geregelt und beträgt zur Zeit 60,00 €. Wird die Fahrt fortgesetzt, ist neben dem erhöhten Beförderungsentgelt der Fahrpreis (§ 6 der VO über die AllgBefBed) zu entrichten, ansonsten wird eine weitere Beförderung ausgeschlossen.

Ein Fahrgast ist zur Zahlung eines erhöhten Beförderungsentgelts verpflichtet, wenn er

  1. sich keinen gültigen Fahrausweis beschafft hat,
  2. sich einen gültigen Fahrausweis beschafft hat, diesen jedoch bei einer Überprüfung nicht vorzeigen kann,
  3. den Fahrausweis nicht oder nicht unverzüglich im Sinne des § 6 Abs. 3 der VO über die AllgBefBed entwertet hat oder entwerten ließ oder
  4. den Fahrausweis auf Verlangen nicht zur Prüfung vorzeigt oder aushändigt.

Eine Verfolgung im Straf- oder Bußgeldverfahren bleibt unberührt. Die Vorschriften unter den Nr. 1 und 3 werden nicht angewendet, wenn das Beschaffen oder die Entwertung des Fahrausweises aus Gründen unterblieben sind, die der Fahrgast nicht zu vertreten hat. In den Fällen des Abs. 2 kann der Unternehmer ein erhöhtes Beförderungsentgelt bis zu 60 Euro erheben. Er kann jedoch das Doppelte des Beförderungsentgeltes für einfache Fahrt auf der vom Fahrgast zurückgelegten Strecke erheben, sofern sich hiernach ein höherer Betrag als nach Satz 1 ergibt; hierbei kann das erhöhte Beförderungsentgelt nach dem Ausgangspunkt der Linie berechnet werden, wenn der Fahrgast die zurückgelegte Strecke nicht nachweisen kann.

Das erhöhte Beförderungsentgelt ermäßigt sich im Falle von Abs. 2 Nr. 2 auf 7 Euro, wenn der Fahrgast innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag bei der Verwaltung des Unternehmers nachweist, dass er im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber einer gültigen persönlichen Zeitkarte war.

Bei Verwendung von ungültigen Zeitkarten bleiben weitergehende Ansprüche des Unternehmers unberührt.

13 Schlichtungsstelle

Die Nahverkehr Schwerin GmbH ist Mitglied der Schlichtungsstelle Nahverkehr. Bei Streitigkeiten schlichtet diese Stelle zwischen dem Verkehrsunternehmen und dem Fahrgast. Dabei werden die Beteiligten über rechtliche Vorgaben sowie über das Verfahren der Schlichtung kostenfrei informiert.

Die Schlichtungsstelle wird nur tätig, wenn keine Klärung einer Streitigkeit zwischen Verkehrsunternehmen und dem Verbraucher/der Verbraucherin erzielt worden ist.

Sollten Kunden mit der Bearbeitung bzw. der Beantwortung Ihrer Beschwerde nicht einverstanden sein, wenden Sie sich bitte an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V. (söp).

Kontaktdaten:
Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr e.V.
Fasanenstraße 81
10623 Berlin
Telefon: 030 644 99 33-0
Telefax: 030 644 99 33-10
E-Mail: kontakt@soep-online.de
Weitere Informationen: [www.soep-online.de (externer Link)]

 
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