Grüne Welle 1/2019

Vorwort

Sehr geehrte Fahrgäste,

Millionen Fahrgäste nutzen jährlich die Fahrzeuge des Schweriner Nahverkehrs, verständlich, dass es bei tausenden Tageskunden auch zu Hinweisen, Anfragen aber auch Beschwerden kommt. Anlaufpunkt Nummer eins sind der Kundendienst sowie die Leitstelle, unsere Vorverkaufsstellen am Platz der Freiheit und am Marienplatz. Für ein Dienstleistungsunternehmen, wie den Nahverkehr ist die große Anzahl von Briefen und Anrufen ein Riesenplus und eine Chance. Werden doch so auch versteckte Mängel während des Fahr- betriebs aufgedeckt, können Leistungen verbessert werden. Im Jahr 2018 gingen mehr als 120 Briefe und Mitteilungen ein, die etlichen Anrufe und persönliche Gespräche nicht gezählt. Dabei handelte es sich bei fast einem Drittel der Post um reine Informationsanfragen oder Wünsche und betreffen naturgemäß den Verkehrsbereich. Bemängelt wurden u. a. die Nichteinhaltung von Anschlussbeziehungen, die manchmal fehlende Aufmerksamkeit des Fahrpersonals beim Ein- und Aussteigen, beim Öffnen und Schließen der Türen, dem Absenken der Busse für Fahrgäste mit Kinderwagen oder bei Personen mit Handicap.

Wir garantieren, dass wir jedem Hinweis nachgehen.

Dennoch ist auch das Verständnis der Fahrgäste extrem wichtig.

Müssen doch die Fahrer sich auf Vielerlei konzentrieren und zudem auch noch einen engen Fahrplan einhalten. Wenn man sich einmal die turbulente Verkehrssituation am Marienplatz vor Augen führt, wird klar, dass der Fahrer nicht auf jeden noch hastig heranspurtenden Fahrgast achten und schon gar nicht jeden sehen kann. So ist der Konflikt zwischen pünktlichem Losfahren und endlosem Warten auf den vielleicht letzten Fahrgast ein wohl unlösbarer Problem.

Aber auch wir haben eine Bitte: Falls Sie sich wirklich einmal über uns geärgert haben, wären Datum, Uhrzeit, Ort, Richtung, Linien- und vielleicht die Wagennummer bei der Beschwerde hilfreich.

In dieser Broschüre haben wir einige wichtige Informationen für Sie zusammengestellt und geben wir Ihnen hiermit auch Antworten auf für Sie wichtige Fragen.

Neu ab 1. Februar 2019 - Nur entwertete Fahrausweise zum sofortigen Fahrtantritt in Bussen und Bahnen

Die mobilen Fahrausweisautomaten in unseren Fahrzeugen wurden auf den Verkauf von entwerteten Fahrausweisen umgestellt.

Das heißt, es werden nur noch Fahrausweise für den unmittelbaren Fahrantritt verkauft.

Damit verläuft der Einstiegsvorgang bis zum sicheren Sitz- bzw. Standplatz zügiger und auch die bei Kontrollen oft festgestellte fehlende Ent- wertung entfällt damit. Jetzt müssen nur noch die im Vorverkauf erworbenen Fahrausweise am Entwerter im Fahrzeug entwertet werden. Der Vorverkauf von Fahrausweisen erfolgt wie bisher an den 17 stationären Fahrausweisverkaufsautomaten, an unseren Verkaufsstellen am Platz der Freiheit und Marienplatz sowie bei unseren Vertragspartnern.

Gleichzeitig verweisen wir in diesem Zusammenhang auf die Banknotenannahme an den mobilen Auto- maten. Hier kann nur eine Banknote angenommen werden. Für diese gelten folgende Regeln, 5 oder 10 €-Banknote ab Kauf- wert von 1,10 €, 20 €-Banknote ab Kaufwert von 10,05 € und 50
€-Banknote ab Kaufwert von 37,00 €.

Für den Vorverkauf am stationären Automaten gibt es keine Begrenzungen für Banknoten bis 100 €. Das Wechselgeld wird hier auch in Banknoten ausgegeben.

Für viele Fahrgäste ist der Kauf mit der EC-Karte eine echte Erleichterung. Der Ablauf ist ebenfalls sehr einfach. Man wählt den oder die gewünschten Fahrscheine und gibt seine EC-Karte in den jeweils gekennzeichneten Schlitz. Bei der Kartenzahlung muss zusätzlich aus Sicherheitsgründen die PIN eingegeben werden. Da die EC-Karte nicht im Automaten „verschwindet”, kann selbst bei einer Störung die Karte jederzeit wieder entnommen werden. Stimmt die Auswahl nicht, kommt der Fahrgast mit der Abbruchtaste „C” wieder zurück ins Startmenü.

Eine Fahrt der„anderen Art“ mit dem MANIKA-Bus

Der Bus vom Typ Ikarus 280.02 aus Ungarn war bis 1991 in Schwerin im Liniendienst im Einsatz. Nach dem Umbau durch die Firma Manika in Güstrow, bei dem der Bus um 6 Meter gekürzt wurde, diente dieser der Nahverkehr Schwerin GmbH bis 2010 als Werkstatt- und Abschleppwagen.

Nach einer Instandsetzung und kompletten Fahrgastraumumgestaltung kann der „Manika“ jetzt für Ausflüge oder auch als Beratungsbus gebucht werden. Der derzeit gültige Grundmietpreis beträgt 400,00 Euro brutto. Der Grundpreis entspricht einer Einsatzzeit von 4 Stunden. Für jede weitere Stunde werden 38,64 Euro berechnet. Hinzu kommen 3,00 Euro je Kilometer im Umkreis von maximal 50 Kilometer. Der „Manika“ verfügt über 16 Plätze mit klappbaren Tischen, einer Toilette sowie einer kleinen Küche. Mediale Technik ist ebenfalls vorhanden.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Herrn Frank Wehlmann (Telefon: 0385 3990-420).

Verkehrssicherheit für Kinder mit der „Spatzenbahn“

Der Nahverkehr hat für seine kleinen Fahrgäste ein ganz besonderes Angebot. In einer zur „Spatzenbahn“ umgebauten Straßenbahn können Kinder spielerisch die Welt des NVS entdecken. Sie lernen Verkehrszeichen und Markierungen auf Straßen und Geh- wegen zu deuten, üben das Ein- und Aussteigen an der Straßenahn und erfahren jede Menge Spannendes über die Busse und Bahnen des Nahverkehrs. Zudem können sich die Kleinen sogar selbst an das „Steuer“ der Bahn setzen. Nach einer Runde über den Betriebshof erhalten sie - vorausgesetzt sie bestehen - ein Zertifikat mit einer Ernen- nung zum Ehrenstraßenbahnfahrer.

Die Kinder-Fahrschule wird von Herrn Block betreut und kann von Schulklassen, Horten und Kindergärten unter der Telefonnummer 3990-333 gebucht werden.

Mobil mit dem Rollator in der Landeshauptstadt Schwerin

Bitte denken Sie an Ihre Sicherheit

Rollatoren sollen im Fahrzeug nicht als Sitzplatz genutzt werden. Bei den Fahrtbewegungen, wie Beschleunigungen oder Abbremsen, besteht die Gefahr, dass der Rollator wegrollt oder umkippt. In den Allgemeinen Beförderungsbedingungen, die bundesweit einheitlich sind, sind Fahrgäste verpflichtet, sich im Fahrzeug stets einen sicheren Halt zu verschaffen.

Hinweis: Das Festhalten des Rollators, auch mit beiden Händen, reicht nicht aus. In den Fahrzeugen kommt es vor, dass Fahrgäste das Gleichgewicht verlieren und stürzen.

Beim Vorwärtsausstieg besteht die Gefahr, dass die Vorderräder des Rollators in den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig- kante rutschen und der Fahrgast stürzt. Deshalb unsere Bitte, ein Ausstieg rückwärts ist stets zu bevorzugen. Eine weitere Festhaltemöglichkeit an der Tür unterstützt den sicheren Ausstieg. Alle Türen sind mit einer automatischen Lichtschranke ausgestattet. Ist der Fahrgastein- und ausstieg beendet, schließen die Türen automatisch. Kommt es zu Unterbrechungen der Lichtschranke, öffnen sich die Türen erneut. Der automatische Einklemmschutz wird aktiviert. Unterstützt durch eine seitliche Absenkvorrichtung beim Bus, genannt Kneeling, wird der Ein- und Ausstieg für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste erleichtert.

Die hilfreichen blaue Taster

Mit Mobilitätshilfen bzw. Kinderwagen braucht man einfach mehr Zeit zum Ein- und Aussteigen.

Deshalb verfügen alle Busse und Straßenbahnen innen wie außen über blaue Taster mit Kinderwagen- bzw. Rollstuhlsymbol.

Wenn dieser Taster gedrückt wird, ist der automatische Schließmechanismus, der normalerweise nach drei Sekunden die Türen schließt, außer Kraft gesetzt. Über eine Signallampe wird dem Fahrer angezeigt, dass Ein- bzw. Ausstieg ein längerer Zeitraum notwendig ist.

Insbesondere ältere Fahrgäste, Fahrgäste mit Rollatoren oder Kinderwagen und Rollstuhlfahrer können so problemlos ein- und aussteigen.

Tiere in öffentlichen Verkehrsmitteln befördern - Wohin mit dem Hund in Bus und Straßenbahn?

Unter den Sitz „schieben”, auf den Schoß nehmen oder lieber an der kurzen Leine in einer Ecke stehen? Sicher gibt es in Schwerin viele Hundehalter, die diese Frage beschäftigt. In Bussen und Bahnen werden Hunde nur unter Aufsicht einer hierzu geeigneten Person befördert. Hunde müssen - soweit nicht in geeigneten Behältnissen - an der kurzen Leine geführt werden. Hunde, die Mitreisende gefährden können, haben einen Maulkorb zu tragen. Eine eigene Fahrkarte für Tiere gibt es nicht. Fahrgäste mit einem gültigen Fahrschein sind aber berechtigt, jeweils ein klei- nes Tier im geeigneten Behältnis unentgeltlich mitzunehmen. Dabei muss das Behältnis in seiner Form und Größe zur Unterbringung unter dem Sitz des Fahrgastes beziehungsweise auf dessen Schoß geeignet sein. Für Hunde, die nicht in einen geeigneten Be- hälter befördert werden können, ist immer ein Einzelfahrschein für Erwachsene, eine Tageskarte oder eine sonstige Zeitkarte des jeweiligen Netzes zu lösen. Die Zeitkarten sind vom Hundehalter mit der persönlichen Anschrift mit einem dokumentensicheren Stift zu versehen. Eine Mitnahmeberechti- gung an Wochenenden und Feiertagen wird für Hunde ausgeschlossen. Für die Besitzer von Katzen, Meerschweinchen, Schildkröten und Co. gilt: Sonstige Tiere dürfen nur in geeigneten Behältnissen mitgenommen werden. Passt dieses wiederum auf den Schoß des Besitzers, ist die Fahrt für das Tier kostenfrei, ansonsten muss auch hier ein entsprechender Fahrausweis gelöst werden. Im Interesse aller Fahrgäste dürfen Tiere nicht auf Sitzplätzen untergebracht werden.

Petermännchenkarte ist erst ab 09:00 Uhr gültig

Des öfteren werden Fahrgäste bei Kontrollen vor 09:00 Uhr ohne gültigen Fahrausweis angetroffen. Ihre Petermännchenkarte wird nicht anerkannt, denn in den Tarif- bestimmungen heißt es: „Inhaber der Petermännchenkarte sind montags bis freitags von 5 Uhr bis 9 Uhr von der Beförderung ausgeschlossen”. Dafür gibt es den Rabatt gegenüber der Monatskarte von fast 25 Prozent.

Vor 09:00 Uhr muss trotz Petermännchenkarte ein Einzelfahrschein gelöst werden. Schon bei mehr als sechs Fahrten im Monat vor 09:00 Uhr lohnt sich der Umstieg auf die normale Monatskarte.

Fahrgastinformation an den Haltestellen

Da viele Haltestellen mehr als einen Haltemast haben, haben wir uns entschlossen, über den bestehenden Haltestellenschildern zusätzlich eine Tafel mit einem Buchstaben zu platzieren. Ein sicherer Aha-Effekt zum Beispiel für all jene, die bislang ein wenig rätselten, welchen Haltepunkt genau sie nutzen sollen, wenn es plötzlich zu einem Ersatzverkehr kommt. Die neuen Haltestellenpunkte in Weiß-Blau machen es jedem Fahrgast leicht zu wissen, an welcher Haltestelle die Fahrzeuge abfahren.

Kein Ersatz von verlorengegangenen Fahrausweisen

Immer wieder kommen Fahrgäste an unsere Vorverkaufsstellen und schildern, wie, wann und wo sie ihren Fahrausweis verloren haben oder er ihnen gestohlen wurde – und immer mit der Hoffnung verbunden, einen Ersatzfahrausweis zu erhalten. Doch, bei Verlust oder Zerstörung von Fahrausweisen wird kein Ersatz geleistet. Anders bei Fahrausweisen im Abonnement. Hier wird bei Verlust Ersatz geleistet.

Wenn der Entwerter falsch gedruckt hat?

Dann kann so mancher Fahrgast leicht ins Schwitzen kommen. Besonders, wenn der Falschdruck auf Karten mit längerer Gültigkeit wie Tages-, Wochen- oder Monatskarten erfolgt. Frau Gerda S. aus Schwerin hat dazu folgendes Erlebnis:

„Ich nahm den Bus der Linie 11 ab Haltestelle Platz der Freiheit. Unmittelbar nach dem Betreten des Busses entwertete ich meine Monatskarte. Beim Nachsehen stellte ich plötzlich fest, dass nicht der 21. April sondern der 20. des Monats aufgedruckt war, ich also einen Tag verloren hatte.“ Derartige Vorfälle sind nicht die Regel, kommen aber dennoch in der Praxis vereinzelt vor. Ursache sind u. a. Defekte am Steuergerät, das die Stempeleinstellung am Entwerter regelt. Sollten Sie also einen Fehler feststellen, bitte zunächst den Fahrer informieren. Er wird eine Meldung  an die Verkehrsleitstelle geben, die dann eine Auswechslung des Entwerters veranlasst. Bei einer Fahrausweiskontrolle ist dann zweifelsfrei nachvollziehbar, dass der entsprechende Entwerter tat- sächlich defekt war.

Diese Regelung ist zwar weder für den Betroffenen noch für uns die goldene Lösung, dennoch bleibt es derzeit die einzig praktikable Variante.

Weiterdenken: Klima-Allianz Schwerin

Schwerin verfolgt ehrgeizige Klimaziele. Auf Grundlage eines integrierten Klimaschutzkonzepts will die Stadt die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 auf Null senken und CO2-neutral werden. Dazu braucht die Landeshauptstadt starke Partner, die mit gutem Beispiel voran gehen und ihre Erfolge im Klimaschutz in die Öffentlichkeit bringen. So setzt sich auch der Schweriner Nah- verkehr seit vielen Jahren mit den Themen erneuerbare Energien und E-Mobilität auseinander.

Ein entscheidender Schritt, um das angestrebte Ziel zu erreichen, war die Gründung der Klima-Allianz Schwerin im Mai letzten Jahres durch die Landeshauptstadt zusammen mit dem Nahverkehr, der WEMAG, der Firma GreenLife, der Schelfbauhütte und den Stadtwerken Schwe- rin. Mit vereinten Kräften setzen sich die Unternehmen für weniger CO2-Emissionen, mehr regionale Lebensqualität und mehr sichtbares Klimaschutz-Engagement ein – und gehen dabei mit gutem Beispiel voran. „Wir machen mit, weil es unser Ziel ist, in Schwerin eine klimafreund- liche Mobilität zu fördern. Mehr öffentliche Verkehrsmittel, mehr Elektro-Mobilität, mehr Car Sharing-Angebote und mehr Fahrradstationen“, so NVS-Geschäftsführer Wilfried Eisenberg.

Die Klima-Allianz Schwerin bringt Vorteile für alle: für die Stadt, weil Klimaschutz ein zentraler Wirtschafts- und Standortfaktor ist; für die Bürgerinnen und Bürger, weil Klimaschutz sehr bedeutend für die Lebensqualität und die Zukunftsperspektiven vor Ort ist; und für die Unternehmen, weil engagierte, nachhaltig handelnde Unternehmen weitaus positiver wahr- genommen werden – bei Mitarbeitern, bei Kunden und in der gesamten Region.„Deshalb ist es umso wichtiger, Unternehmen zusammenzubringen und neue Mitglieder für die Klima-Allianz zu akquirieren. Auch wenn das viel Geduld bedeutet“, sagt Wilfried Eisenberg. So konnten auch die Naturwind Schwerin GmbH und die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG von der Idee überzeugt werden.

Schwerin ist nach Münster die zweite Stadt in der Bundesrepublik, die Unternehmen in einem Netzwerk in Sachen Klima-Engagement zusammenführt.

 
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