gebaut 1926 in Wismar, elektr. Ausrüstung von Siemens-Schuckert
Das Fahrzeug gehört zu einer Serie von fünf Triebwagen, die die Schweriner Straßenbahn 1926 zur Verbesserung ihres Fahrtenangebotes beschaffte. Von den Triebwagen mit den Wagenummern 26 bis 30 gingen am 7. April 1945 leider zwei Wagen verloren.
Zur Wiedereröffnung der Schweriner Straßenbahn am 1. Mai 1946 trugen die verbliebenen Wagen die Nummern 2 bis 4. Im Jahr 1952 wurde der heutige Museumswagen umgebaut. Die Fensterteilung wurde geändert, wobei gleichzeitig im oberen Bereich Klappfenster eingebaut wurden. Die beiden Stirnseiten erhielten durch den Fahrer leicht zu bedienende Fahrtzielanzeigen. Ebenso verschwanden die Liniennummern und die Dachscheinwerfer.
In diesem Aussehen war der Wagen bis 1972 im Personenverkehr eingesetzt. Danach wurde der Triebwagen auf Grund seiner leistungsstarken Motoren zum Winterdienstarbeitswagen und erhielt einen Schneepflug angebaut.
Seinen ersten Einsatz als historisches Fahrzeug erlebte der Wagen als „Pferdebahnwagen“ 1981 zum 100-jährigen Jubiläum der Schweriner Straßenbahn.
Im Jahr 2002 bot sich die Möglichkeit, den schon stark verschlissenen Wagen grundhaft neu aufzubauen und äußerlich in seinen Anlieferungszustand zu versetzen. Technisch wurde der Triebwagen ebenfalls überholt und den geltenden Bestimmungen der BOStrab angepasst.
Der Wagen hat 20 Holzlattensitze, von denen 12 quer und 8 längs zur Fahrtrichtung angeordnet sind.
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